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LinkedIn Privatprofil oder Unternehmensprofil? Die richtige Strategie für mehr Reichweite und Sichtbarkeit

  • Elisabeth Herynek
  • vor 1 Tag
  • 3 Min. Lesezeit
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Viele Unternehmer:innen stehen vor derselben Frage: Soll ich meine Beiträge auf meinem privaten LinkedIn-Profil veröffentlichen oder auf der Unternehmensseite? Oder vielleicht einfach auf beiden?

 

Die Antwort lautet: Es braucht eine klare Strategie.


Denn in der Praxis begegnen mir immer wieder zwei typische Fehler:

  • Beiträge werden auf beiden Profilen 1:1 identisch veröffentlicht.

  • Oder das Unternehmensprofil wird komplett vernachlässigt.

Beides verschenkt wertvolles Potenzial.

 

Die wichtigste Erkenntnis zuerst


Auf LinkedIn erzielen Privatprofile in der Regel deutlich mehr Reichweite als Unternehmensseiten.


Der Grund dafür ist einfach: Menschen folgen Menschen. Persönlichkeiten schaffen Vertrauen, bauen Beziehungen auf und regen zum Austausch an. Ein Unternehmenslogo kann das nur eingeschränkt leisten.


Deshalb sollte dein Privatprofil der Hauptmotor deiner Sichtbarkeit sein – insbesondere dann, wenn du als Unternehmer:in oder Expert:in wahrgenommen werden möchtest.

 

Das Privatprofil – Persönlichkeit schafft Vertrauen


Dein persönliches Profil ist der ideale Ort, um dich als Expert:in zu positionieren und deine persönliche Marke aufzubauen.

Hier kannst du Einblicke in deinen Arbeitsalltag geben, Erfahrungen teilen, Learnings weitergeben oder deine Meinung zu aktuellen Themen äußern. Auch Geschichten aus Projekten, Tipps für deine Zielgruppe oder ein Blick hinter die Kulissen machen dein Profil authentisch und nahbar.

Genau diese Inhalte schaffen Vertrauen, stärken deine Glaubwürdigkeit und helfen dabei, langfristige Beziehungen zu potenziellen Kund:innen aufzubauen.

 

Das Unternehmensprofil – deine digitale Visitenkarte


Auch deine Unternehmensseite hat eine wichtige Aufgabe – allerdings eine andere.

Sie dient als professionelle Präsentation deines Unternehmens und sollte vor allem Informationen über deine Leistungen, Referenzen und Projekte liefern.


Hier eignen sich besonders Inhalte wie:

  • erfolgreich abgeschlossene Projekte

  • Kundenreferenzen und Case Studies

  • Blogartikel

  • neue Dienstleistungen

  • Teamvorstellungen

  • Unternehmensnews

  • fachliche Informationen


Das Unternehmensprofil stärkt deine Professionalität und dient vielen Interessenten als zusätzliche Vertrauensbasis.

 

Solltest du denselben Beitrag auf beiden Profilen veröffentlichen?


Die kurze Antwort lautet: Nein – zumindest nicht wortgleich.

Identische Beiträge auf beiden Profilen wirken schnell doppelt, wenig authentisch und verschenken Reichweite.

Das bedeutet jedoch nicht, dass du ständig neue Inhalte erstellen musst.

 

Content Repurposing – ein Inhalt, viele Möglichkeiten


Der gleiche Inhalt kann mehrfach genutzt werden – allerdings angepasst an den jeweiligen Kanal.

Dieses Prinzip nennt sich Content Repurposing und gehört heute zu den effizientesten Methoden im Content Marketing.

Anstatt einen Beitrag einfach zu kopieren, wird derselbe Inhalt unterschiedlich aufbereitet.

 

Ein Beispiel:


Auf deinem Privatprofil könntest du schreiben:

„Viele Unternehmer:innen glauben noch immer, dass ein Cookie Banner lediglich ein kleiner Hinweis auf der Website ist. Tatsächlich steckt deutlich mehr dahinter.“

Persönlich, meinungsstark und mit deiner eigenen Erfahrung.

Auf deiner Unternehmensseite könnte derselbe Inhalt so aussehen:

„Cookie Banner richtig implementieren: Diese Punkte sollten Unternehmen unbedingt beachten.“

Sachlicher, informativer und stärker auf den fachlichen Nutzen ausgerichtet.

Beide Beiträge behandeln dasselbe Thema – sprechen die Zielgruppe aber unterschiedlich an.

 

Meine Empfehlung für Unternehmer:innen


Wenn du deine Sichtbarkeit auf LinkedIn nachhaltig steigern möchtest, empfehle ich folgende Gewichtung:

  • 70–80 % Fokus auf dein Privatprofil

  • 20–30 % Fokus auf dein Unternehmensprofil

Dein persönliches Profil sorgt für Reichweite, Vertrauen und Interaktion. Deine Unternehmensseite ergänzt diese Präsenz und dient als professionelle Referenzplattform.

 

So sieht eine erfolgreiche LinkedIn-Strategie aus


Mit einer guten Content-Strategie musst du nicht ständig neue Inhalte erfinden.

Ein sinnvoller Workflow könnte beispielsweise so aussehen:

  1. Du schreibst einen Blogartikel für deine Website.

  2. Daraus entsteht ein persönlicher LinkedIn-Beitrag auf deinem Privatprofil.

  3. Die Unternehmensseite veröffentlicht eine fachlichere Version oder teilt den Beitrag mit zusätzlichen Informationen.

  4. Anschließend nutzt du denselben Inhalt weiter und erstellst daraus:

    • ein LinkedIn-Karussell,

    • einen Facebook-Beitrag,

    • einen Instagram-Post,

    • ein Reel,

    • einen Newsletter oder

    • einen Pinterest-Pin.


So entsteht aus einem einzigen Thema hochwertiger Content für mehrere Kanäle – ohne jedes Mal wieder bei null beginnen zu müssen.

 

Das Wichtigste im Überblick


Privatprofil und Unternehmensseite verfolgen auf LinkedIn unterschiedliche Ziele – und genau deshalb sollten sie sich ergänzen, statt miteinander zu konkurrieren.

Während dein Privatprofil Vertrauen aufbaut, Persönlichkeit zeigt und Reichweite erzielt, präsentiert deine Unternehmensseite deine Leistungen, Referenzen und dein Know-how.

Mit einer durchdachten Strategie und intelligentem Content Repurposing holst du das Maximum aus beiden Profilen heraus und sparst gleichzeitig wertvolle Zeit bei der Content-Erstellung.


 Du möchtest deine LinkedIn-Strategie professionell aufbauen?


Ich unterstütze Unternehmen dabei, eine durchdachte Content-Strategie zu entwickeln, LinkedIn professionell zu nutzen und Inhalte zu erstellen, die Reichweite erzielen und Vertrauen schaffen. Gemeinsam entwickeln wir einen Redaktionsplan, der zu deinem Unternehmen passt – effizient, authentisch und nachhaltig.

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