Musiknutzung auf Social Media (Meta & TikTok): Was Unternehmen wissen müssen
- Elisabeth Herynek
- 11. Sept.
- 3 Min. Lesezeit

Musik macht Inhalte emotionaler und wirkungsvoller, egal ob Reel, Story oder TikTok-Video. Doch die Nutzung von Songs auf Social Media ist rechtlich komplex. Gerade Unternehmen und Marken müssen genau hinschauen, um Abmahnungen und gesperrte Inhalte zu vermeiden.
Im Folgenden gebe ich dir einen Überblick, wie die Musiknutzung auf Meta-Plattformen (Facebook & Instagram) und auf TikTok funktioniert und was du unbedingt beachten solltest.
1. Facebook & Instagram (Meta)
Privatpersonen dürfen im Rahmen der Plattformlizenzen Musik aus der Instagram- und Facebook-Bibliothek verwenden.
Unternehmen haben Einschränkungen: Die Lizenz deckt private Nutzung ab, nicht aber die kommerzielle Nutzung durch Marken. Deshalb werden bestimmte Songs in Unternehmens-Accounts geblockt oder stummgeschaltet.
Lösung: Verwende die Meta Sound Collection: Eine kostenlose Bibliothek mit lizenzfreier Musik und Sounds, die speziell für Creator und Unternehmen gedacht ist.
Achtung, Stolperfalle: Wenn ein ursprünglich privates Profil nach einiger Zeit kommerziell genutzt wird (zB zur Selbstständigkeit oder als Business-Account), gilt rückwirkend das gesamte Profil als kommerziell. Das bedeutet: Alle bisherigen Beiträge mit Musik können im Nachhinein problematisch werden und sogar abgemahnt werden. In dem Fall besteht unbedingt Handlungsbedarf!
2. TikTok
TikTok hat eigene Musik-Lizenzen für private User. Für Business-Accounts gilt: Sie haben keinen Zugriff auf die gesamte Musikbibliothek, sondern nur auf die Commercial Music Library.
Vorteil:
Die dort enthaltenen Songs sind rechtssicher für Unternehmen nutzbar.
Nachteil:
Aktuelle Chart-Hits stehen hier nicht zur Verfügung.
3. Ein häufiger Fehler: Kanalübergreifende Nutzung
Wichtig: Musik darf nicht kanalübergreifend verwendet werden.
Das bedeutet: Wenn du einen Song in TikTok nutzen darfst, heißt das nicht automatisch, dass du denselben Titel auch auf Instagram oder Facebook einsetzen darfst. Jede Plattform hat ihre eigenen Lizenzen und Bibliotheken. Um sicherzugehen, solltest du daher plattformintern nach Musik auswählen und nicht denselben Clip auf mehreren Kanälen mit identischer Musik posten.
4. Zusammenfassung - Was ist erlaubt und was nicht?
Kurz gesagt, erlaubt ist also in jedem Fall die Nutzung von Musik aus den offiziellen Bibliotheken (Meta Sound Collection, TikTok Commercial Music Library) sowie eigene Musik oder Sounds, an denen du die Rechte hast (zB selbst komponiert, lizenziert gekauft).
Nicht erlaubt sind …
Hier einige Beispiele:
. .. einfach einen Chart-Hit von Spotify importieren und in dein Video legen.
... Songs aus der privaten Musikauswahl mit Business-Accounts nutzen.
... Musik aus einer Plattform in einer anderen verwenden.
5. Ohren auf bei der Musikwahl!
Musik kann deine Inhalte enorm aufwerten, aber nur, wenn sie rechtssicher eingesetzt wird.
Mein Tipp: Nutze die offiziellen Sound-Bibliotheken der Plattformen oder arbeite mit lizenzfreier Musik aus externen Quellen, die du plattformübergreifend verwenden darfst. Tatsächlich ist derzeit für mich nur Pixabay die empfehlenswerteste Plattform, die eine wirklich 100 % kostenlose und kommerziell nutzbare Musikbibliothek anbietet, ganz ohne Pflicht zur Namensnennung. Dank der großen Auswahl an Songs und Soundeffekten findet man hier für fast jedes Projekt passende Musik, die sofort und unkompliziert einsetzbar ist. Das macht Pixabay zu einer der zuverlässigsten Quellen, wenn es um freie Musiknutzung für Social Media geht.
6. Ergänzende Aspekte zur Musiknutzung auf Social Media
Verwendung in bezahlten Anzeigen
Auch wenn Musik auf einer Plattform frei verfügbar ist, bedeutet das nicht automatisch, dass sie in Werbeanzeigen eingesetzt werden darf.
Für Ads gelten oft strengere Regeln. Bei Meta ist die Sound Collection für Ads erlaubt, die allgemeine Musikbiblilothek aber nicht.
Stories vs. Feed/Reels
Manche Musik ist in Stories verfügbar, wird aber bei Reels oder Feed-Posts blockiert.
Das kann für Unternehmen verwirrend sein, deshalb immer direkt im Creator Studio testen, welche Songs für welche Formate freigegeben sind.
Regionale Unterschiede
Lizenzen sind nicht weltweit gleich.
Ein Song kann in Deutschland freigegeben sein, aber in Österreich oder der Schweiz gesperrt werden, oder umgekehrt. Das betrifft vor allem internationale Unternehmen.
Urheberrechte bei externen Musikquellen
Wer Musik von externen Plattformen kauft, muss genau prüfen, für welche Kanäle und Formate die Lizenz gilt.
Manche Lizenzen schließen Social Media Ads oder kommerzielle Nutzung explizit aus.
Haftung
Am Ende haftet immer das Unternehmen, das den Content veröffentlicht, nicht die Plattform.
Deshalb lohnt sich eine klare Regelung, welche Musikquellen im Unternehmen genutzt werden dürfen.
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