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WAS RAUM HAT, HAT WERT - Warum Weißraum keine Platzverschwendung ist, sondern Design auf höchstem Niveau

  • Elisabeth Herynek
  • 7. Aug.
  • 3 Min. Lesezeit

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Als Grafikdesignerin führe ich immer wieder die Diskussion über „leeren“ Raum. Da ist noch so viel Platz, könnte man nicht noch ein Bild einfügen? Oder ein paar Zusatzinfos? Viele Kund:innen empfinden Weißraum zunächst als vergeudete Fläche und versuchen krampfhaft, diesen zu füllen. Dabei ist genau dieser Raum oft das, was ein Design erst wirklich stark macht.


Warum das so ist, warum Weißraum keine Lücke, sondern ein bewusstes Gestaltungselement ist, genau darum geht es in diesem Artikel.


Viele glauben, gutes Design müsse laut sein, bunt, voller Inhalte. Doch manchmal ist es genau das Gegenteil, das überzeugt:

 


Stille. Raum. Leere.

 


Weißraum ist kein Zufall, er ist eine bewusste Entscheidung. Und ein starkes Gestaltungselement, das Orientierung schafft, Barrieren abbaut und sogar Luxus vermittelt.


Was ist Weißraum überhaupt?


Weißraum - auch Leerraum genannt - ist der Bereich im Design, der nicht aktiv gefüllt ist. Es ist der Platz zwischen Elementen, wie Bildern, Textblöcken, Buttons. Es muss dabei gar nicht weiß sein, auch ein dunkler oder bunter Hintergrund kann Leerraum enthalten. Entscheidend ist: Er lässt das Design atmen.


Warum braucht man Weißraum?


Weißraum strukturiert. Er gibt dem Auge Halt, führt den Blick und verhindert, dass Inhalte überfordern. Wer jemals eine überladene Website oder eine zu vollgepackte Broschüre gesehen hat, weiß: Ohne Weißraum wird Kommunikation anstrengend. Mit ihm wird sie

 


klar, ruhig und verständlich.

 


Keine Angst vor der Leere


Viele scheuen sich, „zu viel Platz“ zu lassen. Dabei wirkt ein Design nicht leer, nur weil es nicht alles nutzt. Im Gegenteil: Weißraum zeigt, dass man es sich leisten kann. Dass man dem Nutzer/der Nutzerin zutraut, das Wesentliche selbst zu erfassen. Es ist ein Zeichen von Selbstbewusstsein und von Professionalität.


Weißraum ist auch barrierefrei


Barrierefreiheit bedeutet nicht nur technische Zugänglichkeit. Es heißt auch visuelle Klarheit. Weißraum hilft Menschen mit Sehbeeinträchtigungen, kognitiven Einschränkungen oder Leseschwierigkeiten, Inhalte besser zu erfassen. Eine klare Struktur mit ausreichend Raum ist keine Verschwendung, sondern essenziell für eine gute User Experience.


Nutzerfreundlichkeit durch Ordnung


Weißraum schafft Hierarchie. Was Platz hat, wirkt wichtiger, wird betont. Das Auge liebt Ordnung, und genau diese Ordnung entsteht durch gezielte Leerstellen. So wird nicht nur Ästhetik erzeugt, sondern auch Funktionalität.


Weißraum ist Luxus


In der Welt des Designs ist Platz ein Statement. Luxusmarken wissen das. Ob auf einer Website, in einem Katalog oder im Schaufenster: Hochpreisige Produkte werden oft mit viel Raum präsentiert. Ein einzelnes Kunstwerk in einem riesigen Raum. Ein Schuh auf einem Podest. Ein Parfumflakon inmitten von Stille.

 


Was Raum hat, hat Wert.

 

Weniger ist mehr - mehr Wirkung


Weißraum ist kein leeres Versprechen. Er ist eine Einladung. Eine Einladung an das Auge, sich zu orientieren. An den Nutzer/die Nutzerin, sich wohlzufühlen. Und an das Produkt oder die Botschaft, zu glänzen. Wer ihn richtig einsetzt, zeigt: Ich habe verstanden, wie Design funktioniert. Das Beste braucht oft nicht viel, sondern den richtigen Raum.


Weißraum im Grafik- und Webdesign


In der Gestaltung von Printmedien und Websites ist Weißraum kein „Nice-to-have“, sondern ein zentrales Element. Ein Logo kann nur dann seine Wirkung entfalten, wenn es genug Raum hat. Ein Design muss atmen können, sonst fühlt es sich erdrückend an. Buttons, Headlines, Bilder: Alles braucht Abstand, um wahrgenommen und verstanden zu werden. Guter Weißraum macht ein Layout nicht leer, sondern hochwertig, klar und professionell. Er sorgt dafür, dass Inhalte nicht miteinander konkurrieren, sondern sich gegenseitig unterstützen. Genau darin liegt seine stille Kraft.



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